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Zulassungsstelle und Jobcenter, Besigheim

Im denkmalgeschützten Gasthaus Krone mit anschließender Kegelbahn sollte eine KFZ-Zulassungsstelle, ein Jobcenter und 2 Wohnungen untergebracht werden. Das umfangreiche Raumprogramm musste in den engen städtebaulichen Kontext mit historischer Stadtmauer, Gasthaus und Kegelbahn integriert werden unter Berücksichtigung von denkmalpflegerischen Aspekten.

 

Die Kontur des Gasthauses wird durch den neuen Baukörper in den Hof verlängert. Am Übergang von Alt und Neu liegt nun das Treppenhaus mit Aufzugsturm, das sich bis ins Dach abbildet und so verbindet und trotzdem trennt. In den verbleibenden Hofflächen ist zur Stadtmauer hin der Sozialraum platziert, zur Kegelbahn hin entstand die KFZ-Zulassungstelle.

Im Obergeschoss überkragen die Büros des Jobcenters die denkmalgeschützte Kegelbahn und vermitteln so zwischen alter und neuzeitlicher städtebaulicher Struktur. Die Kegelbahn besteht als eigenständiger Baukörper weiter.

 

Die Kegelbahn ist in ihrer Länge auch im Innenraum immer noch ablesbar, sie ist an einigen Stellen aufgebrochen und in die KFZ-Zulassungsstelle integriert. Das alte Holztragwerk ist wieder sichtbar, das Sichtmauerwerk wiederhergestellt.

Unterschiedliche Ebenen, die über Rampen erschlossen werden, überwinden die Höhe der Kegelbahn und verbinden Alt- und Neubau barrierefrei. Dadurch entsteht im EG ein vielfältiges Deckenspiel.

 

Die historische Stadtmauer begrenzt das neue Gebäude im EG auf zwei Seiten und ist Teil des Raumkonzeptes.

 

Auch im Gasthaus selbst sind historische Elemente erhalten und in die neuen Räume integriert. Der alte Kellerhals mit seinen verschiedenen Zugängen, der bisher von einer Ebene mit Toilettenanlage bedeckt war, ist freigelegt und von allen Seiten sichtbar. Ein Teil der Ebene ist inklusive des historischen Fachwerks erhalten und wird als Rechercheebene genutzt.

In der Wohnung im Dachgeschoss des Gasthauses ist der Wohnraum großzügig bis unter das Dach geöffnet und auch der alte Dachboden integriert. Das gleiche Prinzip ist bei der Neubau-Wohnung umgesetzt.

 

Nutzfläche
1 138 m²

Bruttorauminhalt
4 405 m²

Entwurf
2013

Planung
ab März 2014

Fertigstellung
Januar 2018

Leistungsphasen
1-5

Foto und Video
Dietmar Strauß
brueders + Max Isele