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Wohnen und Arbeiten unter einem Dach

Neubau eines Wohnhauses auf dem Keller eines alten Hauses.

Integration von Wohnen und Büronutzung für einen selbstständigen Unternehmensberater und Softwareentwickler.

Das Grundstück liegt in einer Siedlung aus den 1930/1950 Jahren, in dem die ursprüngliche bauliche Homogenität im Laufe der Zeit - u. a. bedingt durch einen Generationenwechsel – in eine interessante Heterogenität verwandelt wurde. Viele Gebäude wurden umgebaut, angebaut und erweitert. Einzelne Gebäude wurden komplett durch Neubauten ersetzt.

Das Gebäude entstand auf einem bestehenden Keller, somit war die Lage der Treppe definiert und der Grundriss des Neubaus musste darauf abgestimmt werden. Die Tragstruktur musste ebenfalls auf die Gegebenheiten reagieren. Dies war neben der kurzen Bauzeit ein wichtiger Grund für die Entscheidung, ein relativ leichtes Holzhaus zu erstellen. Der Bestandskeller wurde erweitert, um den höheren Flächenanforderungen gerecht zu werden.

Das Haus sollte möglichst offen und von allen Seiten zugänglich sein, so finden sich mehrere Treppen und Balkone rund um das Haus.

Das Grundstück selbst ist von Süden erschlossen, die Terrasse liegt somit auf der Westseite des Gebäudes.

Die großen Fensterflächen liegen auf der Nordseite bzw. unter dem großen Dachvorsprung auf der Westseite. Es gibt im gesamten Gebäude keine Schattierungseinrichtungen. Die natürliche Be- und Entlüftung über die große thermische Höhe des Hauptwohnraumes funktioniert reibungslos.

Die Fassade sollte die Bauweise des Hauses nach außen widerspiegeln, deshalb wurde diese in unbehandeltem Holz ausgeführt. Bei Fertigstellung war es die einzige Holzfassade in der Straße, zwischenzeitlich gibt es schon ein zweites Gebäude mit einer Holzfassade.

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach: die Erdgeschoßflächen werden zu Wohnzwecken genutzt. Über den Luftraum über dem Wohnbereich ist die Galerie im Obergeschoß einsehbar, die als Arbeitsbereich genutzt wird. Ebenfalls im OG befinden sich die Individualräume. Im Dachgeschoß befindet sich ein Studio.

Der Grundriss ist so gestaltet, dass eine spätere Abtrennung von zusätzlichen Zimmern ohne große bauliche Maßnahmen möglich ist.

Die Sanitäreinrichtungen im EG sind behindertengerecht ausgeführt, ebenfalls sind bauliche Einrichtungen für eine evtl. später erforderliche behindertengerechte Zugänglichkeit vorgehalten.

Nutzfläche
260 m²

Fertigstellung
2002

Foto
Dietmar Strauß